Alexandra H.  / pixelio.de

Hausaufgaben, wie sie gelingen können

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Für viele Familien ein leidiges Thema. In meiner Praxis wird oft davon gesprochen, dass die Kinder träumen, andere Dinge erledigen, sich nicht konzentrieren, nicht alleine die Hausaufgaben machen, alles vergessen, in der Schule werden die Hausaufgaben nicht notiert, und sicherlich gibt es noch weitere „Klagen“ von Eltern.

Was könnten Eltern also tun, damit die Situation zu Hause mindestens etwas erträglicher wird oder einfach nur gelingt?

Zuvor möchte ich noch über den Sinn von Hausaufgaben etwas kundtun.

Exkurs „Wieso Hausaufgaben wichtig sind!“

Hausaufgaben haben zwei Hauptaufgaben. Zum einen können die Kinder das Erlernte wiederholen und es wird damit gefestigt. Zum anderen haben die Lehrer/innen die Chance zu sehen in wie weit das Beigebrachte auch schon bei den Kindern angekommen ist. Die Lehrer/innen erkennen hierbei auch, welche Inhalte von den Kindern noch gelernt werden müssen.

Dies ist für viele Eltern eine wichtige Information. Denn oftmals sitzen sie mit ihren Kindern lange – also mehr als 30-40 Minuten – an den Hausaufgaben. Die Kinder müssen dabei häufig korrigieren und berichtigen. Manchmal geben Eltern auch die Lösungen vor, um ihre Kinder zu unterstützen.

Was könnte also hilfreich sein, damit die Hausaufgaben Gelingen?

  • Eine Möglichkeit könnte sein, dass Ihr Kind an der Schule die Hausaufgaben erledigt. Dies ist an den meisten Schulen möglich und könnte die Situation zu Hause entspannen. Idealerweise beginnen Sie bzw. Ihr Kind direkt in der ersten Klasse mit der Hausaufgabenbetreuung. Bei Kindern, die Schwierigkeiten haben sich zu konzentrieren, sollte im Vorwege geklärt werden, wie groß die betreuten Gruppen sind. Bei 6-8 Kindern sollte es möglich sein gut und konzentriert seine Hausaufgaben zu erledigen. Bei mehr Kindern könnte bereits der Geräuschpegel hinderlich wirken. Auch der Betreuungsschlüssel der Hausaufgabenbetreuung ist entscheidend. Sind Sie sich unsicher, scheuen Sie nicht dafür die Personen kennen zu lernen, die mit Ihrem Kind die Hausaufgaben machen wird.
  • Sie haben sich dazu entschieden oder an der Schule Ihres Kindes gibt es keine Hausaufgabenbetreuung, auch dann ist es möglich ruhig die Hausaufgaben vorerst gemeinsam und langsam auch selbstständig zu erledigen. Es gibt keine Allgemeingültigkeiten unter den hilfreichen Tätigkeiten oder Verhaltensweisen. Jedes Kind ist ein Individuum! Sie selbst und vor allem auch Ihr Kind wissen meist am besten wie es gehen könnte. Finden Sie gemeinsam den richtigen Tageszeitpunkt für die Hausaufgaben. Sicherlich gibt es Kinder, die sofort nach der Schule die Hausaufgaben erstellen können. Die meisten Kinder benötigen eine kleine Pause, eine Spielzeit oder einfach nur das Mittagessen bevor sie loslegen können.
  • Legen Sie fest wo die Hausaufgaben gemacht werden können. Dies darf auch am Küchentisch sein oder im eigenen Zimmer. Überlegen Sie selbst, wo es ruhiger ist und Ihr Kind damit konzentrierter arbeiten kann. Dabei spielt nicht nur die Ruhe eine Rolle sondern auch die optischen Ablenkungen. In einem Zimmer, in dem viele Spielsachen stehen ist es leichter sich abzulenken als vielleicht am Küchentisch der leer ist.
  • Andere Medien sollten während der Hausaufgaben-Zeit aus bleiben, damit sich Ihr Kind wirklich konzentrieren kann.
  • Hausaufgaben sollten nur 30-40 Minuten dauern, denn nach ca. 30 Minuten schwindet die Konzentration.
  • Beim Aufbau der Konzentration fangen Sie langsam an! Vielleicht können Sie die Schritte wie lange konzentriert an den Hausaufgaben gearbeitet wird, gemeinsam mit ihrem Kind vereinbaren. Ein Beispiel: 5 Minuten konzentriert Hausaufgaben, 5 Minuten mit Mama oder Papa reden oder etwas anderes tun. Der Wechsel und die vorgegebene Zeit könnten hilfreich sein. Als Hilfsmittel könnte eine Eieruhr dienen.
  • Hat Ihr Kind etwas nicht verstanden erklären Sie ihm ruhig die Aufgabe. Rechnen Sie allerdings damit, dass Ihr Kind es bei Ihnen ebenfalls nicht versteht, dann muss Ihr Kind die Lehrer/in noch einmal fragen. Bei schüchternen Kindern, scheuen Sie sich nicht die Lehrer/in anzusprechen!
  • Mit das Wichtigste überhaupt: Loben, Loben und viel Geduld aufbringen! Um einen Vergleich zu haben, überlegen Sie sich wie Sie sich fühlen würden, müssten Sie jetzt die chinesischen Zeichen lernen! Eben etwas komplett Neues! Und Kinder sind wissbegierig, sie möchten ganz viel lernen, am liebsten mit Freude und Spaß!

Jedes Kind und jede Familie ist einzigartig! Sicherlich gibt es Ähnlichkeiten, aber eine Regelung, die für eine Familie gültig und hilfreich ist, kann für eine andere Familie weniger hilfreich sein.

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